02.–05.02.2025 #prosweetscologne

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Verpackung und Nachhaltigkeit: Die ProSweets Cologne rückt alternative Materialien und flexible Maschinenkonzepte in den Fokus

Kekse, Schokoladen oder Pralinen müssen heute nachhaltig verpackt werden. Recyclingfähigkeit und optimaler Schutz stehen dabei ganz oben auf der Liste der Anforderungen alternativer Materialien, die zu großen Teilen aus erneuerbaren Rohstoffen bestehen. Umso wichtiger ist es, dass die zum Einsatz kommenden Verpackungsanlagen die nötige Flexibilität und Prozesstauglichkeit mitbringen. Wie das gelingt, zeigt die ProSweets Cologne, die im Rahmen der Sweet Week gemeinsam mit der ISM vom 28. bis 31. Januar 2024 auf dem Kölner Messegelände stattfindet.

Der aktuelle Trend in der Verpackungsentwicklung ist auf der ProSweets Cologne unübersehbar: Überall dort, wo bei Verpackungen auf Kunststoff verzichtet werden kann, wird das Material durch Karton oder Papier ersetzt. Beispiele dafür sind während der Sweet Week auf dem Kölner Messegelände viele zu finden, gerade auch in den Hallen der zeitgleich stattfindenden ISM, der weltweit größten Messe für Süßwaren und Snacks. Die ISM und die ProSweets Cologne repräsentieren als Duo die gesamte industrielle Wertschöpfungskette der internationalen Süßwaren- und Snackbranche. Die Steigerung der Recyclingfähigkeit und Reduktion des Verpackungsgewichtes sind wichtige Aspekte, die ganz oben auf der Agenda der Süßwarenbranche stehen. Zur Sweet Week tauschen sich zur gleichen Zeit an einem Ort die wichtigsten Produzenten, Anbieter und Entscheider der Branche aus – für Synergien in den Bereichen Networking, Wissenstransfer und Business.

Kreislauffähige und funktionale Alternativen zu petrochemischen Kunststoffen der linearen Wirtschaft
„Wir begrüßen das gestiegene Nachhaltigkeitsbewusstsein der Konsumenten sehr“, bestätigt Prof. Dr. Markus Schmid. „Dieses Bewusstsein führt zu einem verstärkten Interesse an umweltfreundlichen Verpackungen. Allerdings ist es wichtig, dass bei der Materialwahl fundierte Entscheidungen getroffen werden. Oft sehen wir, dass gut gemeinte Initiativen zu vorschnellen Lösungen führen, ohne dass deren funktionale Einschränkungen und der tatsächliche ökologische Fußabdruck vollständig berücksichtigt werden. In unserer Arbeit am Sustainable Packing Institute (SPI) an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen streben wir danach, ganzheitliche Lösungen zu entwickeln, die sowohl funktional als auch nachhaltig sind. Unser Ziel ist es, die Ökobilanz biobasierter Kunststoffe zu verbessern, etwa durch die Nutzung von pflanzlichen Reststoffen und somit wirklich nachhaltigere Verpackungsalternativen anbieten zu können.“ Die jüngsten Erfolge innerhalb der aktuellen sowie der abgeschlossenen Projekte werden im Rahmen der ProSweets Cologne interaktiv auf der Special Show Sustainable Packaging in Halle 10.1 präsentiert.

Welche Materialien und technische Innovationen den Wandlungsprozess befördern, weiß auch Peter Désilets, Geschäftsführer der Pacoon Sustainability Concepts GmbH. Egal ob es sich um Gummi- und Geleeartikel, Toffee, Karamell oder Bonbons handelt: „Während die enorme Vielfalt am Point of Sale die Verbraucher erfreut, müssen die Süßwaren- und Snackhersteller das richtige Zusammenspiel von Verpackungsmaterial und Verpackungstechnologie für ihre Produkte finden. Voraussetzung dafür sind Materialen, die von Beginn an bestmögliche Maschinengängigkeit aufweisen“, so der Experte. Gerade in der Konzeptionsphase einer neuen Maschine ergibt sich viel Spielraum, die Verpackungen in Bezug auf Nachhaltigkeit zu gestalten. Faserverpackungen sind für Désilets eine bevorzugte und in vielerlei Hinsicht zukunftsweisende Option: „Als Ansprechpartner für die Unternehmen präsentieren wir auf der Special Show Sustainable Packaging u.a. ausgewählte Muster von faserbasierten Verpackungen.“

Flexible Maschinen für die Verpackungsvielfalt
Der Trend zu papierbasierten Verpackungen und Monomaterialien aus Kunststoff ist bei den auf dem Kölner Messegelände ausstellenden Maschinenbauern deutlich spürbar. Bei der Umstellung auf recyclingfähige Alternativen unterstützen sie die Produzenten durch innovative Technologien, die sparsamere Zuschnitte, bessere Materialausnutzung und optimierte Formate ermöglichen. Lösungen wie sie auf der ProSweets Cologne zu finden sind, gewährleisten auch bei sehr dünnen Folien aus Polypropylen oder Polyethylen perfekt gesiegelte Verpackungen. Standbodenbeutel für Snacks, können so als echte "Einstofflösung" den Wertstoffkreisläufen zugeführt werden. Mit dem Box-Motion-Aggregat im Flowpacker bietet beispielsweise Schubert seinen Kunden mehr Flexibilität beim Quersiegeln. Das Ultraschallverfahren ermöglicht es, insgesamt hermetischer zu siegeln, denn die Naht hat über die gesamte Breite eine gleichbleibend hohe Qualität. Dicke Folien, die längere Siegelzeiten benötigen, lassen sich problemlos verarbeiten wie auch recycelbare Schlauchbeutel aus Monofolien oder papierbasierten Folien.

Auch in vielen anderen Anlagen lassen sich mittlerweile nachhaltige Materialien verarbeiten – und das bei voller Formatflexibilität. Exemplarisch dafür steht der Kliklok ACE von Syntegon. Der Kartonaufrichter faltet leimfreie Papiertrays und ermöglicht es so, herkömmliche Kunststofftrays durch papierbasierte Materialien zu ersetzen. Konkret wird das Sustainable Packaging überdies an der FPC5 von Theegarten Pactec. Die modulare Verpackungsmaschine für Riegel- und Tafelprodukte in Schlauchbeutel wurde so weiterentwickelt, dass sie papierbasierte Packmittel verarbeiten kann: Zum einen per gängigem Kaltsiegelverfahren, zum anderen aber auch per weitaus komplexerem Heißsiegelverfahren. Für papierbasierte Packmittel erreicht die Anlage eine Leistung von 90 Meter pro Minute. Das entspricht 600 größeren 40 Gramm Schokoladenriegeln pro Minute. Und auch die Falteinschlagmaschine LTM-DUO von Loesch ist sowohl in der Wahl des Formates, als auch des Verpackungsmaterials flexibel: Von kleineren Täfelchen bis zur 300 Gramm-Tafel, von Biofolie, über Mono- und Verbundmaterial bis zur Aluminiumfolie lässt sich alles problemlos verarbeiten. Der Außeneinschlag der Schokoladentafel kann als Papieretikett von Stapel oder Rolle oder auch als Kartonetikett ausgeführt werden. Die Beispiele zeigen, wie die Maschinenbauer die Themen Nachhaltigkeit und Prozessintegration miteinander vereinen.

Blick in die biozirkuläre Zukunft
Die Trendwende hin zu nachhaltigen Verpackungslösungen ist also in vollem Gange – das zeigt sich auch vom 28. bis 31. Januar 2024 in den Kölner Messehallen. Mit Szenarien für die Märkte der Zukunft befasst sich Hon.-Prof. Dr. Sascha Peters, Gründer der Agentur Haute Innovation, auf der ProSweets Cologne in seinem Vortrag "Biozirkuläre Verpackungen für die Süßwarenindustrie". Präsentiert werden die Lösungen ebenso im Rahmen der Special Show Sustainable Packaging. Das Potenzial nachwachsender Alternativen zu Kunststoffen sei längst noch nicht ausgeschöpft, erklärt er. Gefragt sind Verpackungen, die aus nachwachsenden Rohstoffen und organischen Reststoffen gewonnen werden. Graspapier etwa entwickelt sich als ressourcenschonende Alternative zum konventionellen Papier aus Frischfasern zu einem immer wichtiger werdenden Verpackungsmaterial. Es kann je nach Verwendung den Holzfaseranteil bis zu 50 Prozent ersetzen. „Mit Alternativen Verpackungen kann man sich einen Innovationsvorsprung erarbeiten.“, so Peters.

Die ProSweets Cologne ist eine Fachmesse für das gesamte branchenspezifische Zuliefer-spektrum der Süßwaren- und Snackindustrie. Dies reicht von der Süßwaren- und Snackverpackung und der Verpackungstechnologie über die speziell für die Süßwaren- und Snack-Herstellung benötigten Rohstoffe und Ingredients bis hin zur Prozesstechnologie. Sekundärbereiche wie Kälte- und Klimatechnik, Betriebs- und Hilfseinrichtungen sowie die Themen Lebensmittelsicherheit und Qualitäts-management für die Süßwaren- und Snackindustrie runden das Profil ab.
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Packaging and sustainability: ProSweets Cologne is placing the focus on alternative materials and flexible machine concepts

Biscuits, chocolate or filled chocolates have to be sustainably packaged today. Recyclability and optimum protection are at the top of the priority list regarding the requirements of alternative materials that comprise of renewable raw materials to a large extent. It is therefore all the more important that the packaging systems implemented display the necessary flexibility and process capability. ProSweets Cologne, which is being staged together with ISM at the Cologne fair grounds in the scope of the Sweet Week from 28 to 31 January 2024, demonstrates how this can be achieved.

The current packaging development trend is evident at ProSweets Cologne: Wherever it is possible to dispense with plastic for packaging, paper or cardboard are being used instead. There will be many examples of this during the Sweet Week at the Cologne fair grounds, especially in the halls of the co-staged ISM, the world's largest trade fair for sweets and snacks. As a duo, ISM and ProSweets Cologne, represent the entire industrial value chain of the international sweets and snacks industry. Increasing the recyclability and reducing the weight of the packaging are important aspects that are at the top of the agenda of the sweets industry. During the Sweet Week the industry's most important producers, suppliers and decision-makers all engage in an exchange in one location at the same time - to bring about synergies in the areas of networking, knowledge transfer and business.

Recyclable and functional alternatives to petrochemical plastics of the linear economy
"We very much welcome the consumers' increased awareness for sustainability," confirmed Prof. Dr. Markus Schmid. "This awareness leads to a heightened interest in environmentally-friendly packaging. However, it is important that well-founded decisions are taken concerning the choice of material. We often see that well-intended initiatives lead to hasty solutions without their functional restrictions and the actual ecological footprint being taken into full consideration. In our work at the Sustainable Packing Institute (SPI) at the Albstadt-Sigmaringen University we strive to develop holistic solutions that are both functional and sustainable. Our aim is to improve the life cycle assessment of bio-based plastics, i.e. by using residual plant matter and thus being able to offer really more sustainable packaging materials." The recent successes achieved in current and completed projects will be presented interactively in the scope of the Sustainable Packaging Special Show in Hall 10.1 during ProSweets Cologne.

Peter Désilets, Chief Operating Officer of Pacoon Sustainability Concepts GmbH, knows which materials and technical innovations promote the change process. Whether for jelly items, toffee, caramel or bonbons: Whilst the consumers are pleased about the huge variety at the point of sale, the sweets and snacks manufacturers have to find the right interplay between packaging material and the packaging technology for their products. Materials that display the best possible machinability from the start are the prerequisite for this," according to the expert. Especially in the concept phase of a new machine there is a lot of scope for designing the packaging with sustainability in mind. Fibre-based packaging is a preferred and in many respects forward-looking option for Désilets: "As a contact person for the companies we are presenting among others selected samples of fibre-based packaging at the Sustainable Packaging Special Show."

Flexible machines for a wide variety of packaging
The trend towards paper-based packaging and monomaterials made from plastic is clearly noticeable among the machine builders who are exhibiting at the fair grounds in Cologne. They are supporting the producers in switching over to recyclable alternatives with innovative technologies that enable more economical cuts, improved material utilisation and optimised formats. Solutions that are found at ProSweets Cologne also guarantee perfectly sealed packaging in the case of very thin films made of polypropylene or polyethylene. In this way, stand-up pouches for snacks can be recycled as a true "single material solution". Schubert offers its customers more flexibility for transverse sealing with the box motion unit in the Flowpacker, for example. The ultrasonic method makes it possible to seal more hermetically overall because the seam displays a consistent high quality across the entire width. Thick films that require longer sealing times can be easily processed as well as recyclable tubular bags made from monofilms or paper-based films.

In the meantime, sustainable materials can be processed in many other machines - what's more with full format flexibility. An example of this is the Kliklok ACE by Syntegon. The carton erector folds paper trays without glue and thus enables conventional plastic trays to be replaced by paper-based materials. Moreover, sustainable packaging is demonstrated in concrete form by the FPC5 of Theegarten Pactec. The modular packaging machine for the production of bars in a tubular bag has been further developed so that paper-based packaging can be processed: On the one hand using a conventional cold seal process, but on the other hand also using a much more complex heat seal process. The machine has a capacity of 90 metres per minute for paper-based packaging. That corresponds to 600 larger 40-gram bars of chocolate per minute. And Loesch's LTM-DUO fold wrapping machine is both flexible regarding the choice of format and the packaging material: From smaller bars through to 300-gram bars, from biofilm, to monofilm and composite material, through to aluminium foil, everything can be processed unproblematically. The outer wrapper of the bar of chocolate can be designed as a paper label from the stack or reel or also as a carton label. The examples show how the machine builders unite the themes sustainability and process integration with one other.

A look into the biocircular future
Hence the turnaround towards sustainable packaging solutions is in full progress – this will also be demonstrated in the Cologne exhibition halls from 28 to 31 January 2024. Hon. Prof. Dr. Sascha Peters, founder of the Haute Innovation Agency will be addressing scenarios for the markets of the future at ProSweets Cologne in his lecture entitled "Biocircular packaging for the sweets industry." The solutions will also be presented in the scope of the Sustainable Packaging Special Show. The potential of regrowing alternatives to plastics is nowhere near exploited, he explained. Packaging that is made out of regrowing raw materials and residual organic materials are in demand. As a resource-saving alternative to conventional paper made of fresh fibres, grass paper is for instance developing into an ever-increasingly important packaging material. Depending on the usage it can replace the wood fibre content by up to 50 percent. "One can achieve an innovative advantage with alternative packaging," according to Peters.

ProSweets Cologne is a trade fair for the entire industry-specific supply spectrum of the sweets and snacks industry. This ranges from the packaging of sweets and snacks and packaging technologies, to the raw materials and ingredients needed especially for the production of sweets and snacks, through to process technology. Secondary sections like refrigeration and air conditioning technology, operating and auxiliary equipment as well as the themes food safety and quality management for the sweets and snacks industry round off the portfolio.

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